Die Beheizung von Wohnungen und Häusern kann auf verschiedene Arten erfolgen. Unterschiede können in der eingesetzten Primärenergie liegen oder in der Art und Weise, wie die Heizungswärme in den zu heizenden Raum gebracht wird. Als Heizungsanlage für Fußbodenheizungen kommen Öl-, Kohle- und Gasheizungen ebenso in Frage, wie Holz- oder Pelletheizungen.
Fußbodenheizungen sind mit kleinen Temperaturen zufrieden
Bei dieser Heizungsart dient der Fußboden als Heizkörper. In seinem Estrich sind Rohre aus Kupfer oder Kunststoff verlegt. Die Rohrleitungen haben einen Abstand von 20-40 cm und sind über die gesamte Raumfläche verlegt. Das Warmwasser der Heizung durchströmt die Rohre und erwärmt den Boden. Da die Fläche sehr groß ist, kann mit einer geringen Vorlauftemperatur geheizt werden. Viele Fußbodenheizungen sind für Temperaturen über 40 Grad Wassertemperatur nicht ausgelegt und schalten sich zum Selbstschutz ab. Das Aufplatzen von Fliesen oder des Estrichs wird so verhindert. Durch die relativ geringen Temperaturen ist der Energiebedarf gering. Die Reaktionsfähigkeit der Heizungen ist träge. Um eine Temperaturveränderung im Raum zu erreichen, müssen mehrere Stunden einkalkuliert werden.
Fußbodenheizung bietet hohen Komfort
Da der Boden selbst als Heizkörper dient, entfallen Radiatoren oder Flächenheizkörper im Raum. Unter Fenstern müssen keine Nischen eingeplant werden. Speziell beim Einbau von bodentiefen Fenstern wirkt die Raumgestaltung eleganter. Das Fehlen der Heizkörper erleichtert die Pflege der Böden, da keine Winkel oder Nischen zur Staubansammlung neigen. Die Aufwirbelung von Staub ist im Gegensatz zu Heizkörpern minimal. Im Raum bildet sich keine Luftwalze, wie sie bei heißen Flächen sonst unweigerlich auftritt. Das kommt einem guten Raumklima und vor allem Allergikern entgegen. Auf Fußbodenheizungen können viele Beläge verwendet werden. Bei Teppichböden, Laminat oder Parkett ist auf die spezielle Eignung für Fußbodenheizung zu achten. Universell einsetzbar sind alle Steinbeläge.